Checkliste für das tägliche Social Media Management

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Als Social Media Manager betreut man häufig mehrere Online Auftritte eines Unternehmens. Hinzukommen verschiedene Tools, Freigabeprozesse und viele weitere Aufgaben. Hier kann man sehr schnell den Überblick verlieren und sollte sich deshalb eine Checkliste, also einen täglichen Ablaufplan für das Social Media Management erstellen. Wir haben hierzu ein paar Tipps damit die Social Media Arbeit kein „24 Stunden – 7 Tage x 52 Woche-Job“ wird.

Das „Gute“ ist, als Marketer ist man damit nicht alleine, wenn es heißt rund um die Uhr Mails, Social Networks, Benachrichtigungen, Tools, etc. zu prüfen und im Überblick zu behalten. Und so gibt es hierfür (Produktivitäts-) Tools, die mehrere Aufgaben/Kanäle in einem Dashboard verwalten (Hootsuite, Evernote, ..), zum anderen Tools für die Verbesserung der Unternehmenskommunikation (Zyncro, Google Apps, ..). Diese Tools können helfen Aufgaben besser zu kanalisieren und den „Arbeits- und Informationsdruck“ zu verringern. Denn auch psychologisch gesehen, strömen stündlich Millionen von (Werbe-) Reizen auf uns ein, die das Gehirn irgendwann nicht mehr detailliert verarbeiten kann. (Im schlimmsten Fall der Überarbeit, kann das sogar zu einem Herzinfarkt führen.)

Für eine effektive Nutzung der (Social Media) Arbeitszeit kann folgende Checklist helfen:

1. Höre, was (Online-) Nutzer über die eigene Marke sagen/schreiben

Vielleicht tust du das bereits regelmäßig, jedoch ist es für uns eines der wichtigsten Dinge auf unserer täglichen Social Media Checkliste. Es zeigt dir eine klare Richtung im Hinblick für deine Content-Planung des Tages auf. Ebenfalls hilft es dir weitere potentielle Kunden und Influencer zu identifizieren. Dabei können dir wiederrum auch Tools wie die Google Alerts, Alert.io, oder wenn du bereits Hootsuite nutzt, verschiedene Suchstrings helfen.

2. Redaktions- und Contentplanung

Bereits am Vorabend solltest du einige Inhalte für die verschiedenen Netzwerke für den Tagesbeginn geplant haben (z.B. mit der Facebook-Planungsfunktion oder Tools wie Hootsuite). Am morgen kannst du dann verschiedene Inhalte via Google, Blogs, Alerts, Social Networks sammeln und über den Tag einplanen. Mit oben genannten Tools ist es außerdem möglich bereits jetzt die Content-Pipeline für die Woche oder sogar Monat einzuplanen. In einem übergeordneten Redaktionsplan, sollte bereits am Anfang des Jahres monatliche Themenblöcke, Events, Veranstaltungen, Produkterscheinungen, etc. verwaltet werden. Unterstützend dazu kann es hilfreich sein, sich verschiedene Gastautoren mit an Bord zu holen, die einen bei der Content-Produktion unterstützen. (Wir suchen auch immer wieder Gastbeiträge, kontaktiere uns einfach hier.)

3. Behalte deine Statistiken im Blick

Vor lauter Social Media Zahlen (Big Data) kann man schnell einmal den Überblick verlieren, deshalb sollte man sich auf die Key-Kennzahlen konzentrieren. Je nach Plattform und Strategie bzw. Zielen, sollte das die jeweilige Reichweite, Engagement, neue Fans/Follower, Click-Through-Rate und der Werbe-ROI sein. Dies sollte möglichst in einer übersichtlichen Darstellung, sowie nebeneinander gestellt für die verschiedensten Social Networks erfolgen. Die Ausgabe der Zahlen kann dann aggregiert zum Beispiel wöchentlich / monatlich erfolgen. Nützlicher Tipp für die Analyse der Verbreitung von Content: SocialCount.

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4. Beobachte deine Mitbewerber

Manchmal kommt es vor das man bereits mit den eigenen Aktivitäten in den Social Medias überfordert ist (Nach diesem Artikel nicht mehr) ;-), um dann auch noch verfolgen zu können, wie die Mitbewerber agieren. Allerdings ist die Wettbewerbsbeobachtung und Ableitung von Ideen, Inspirationen, etc. eine essentielle Aufgabe des Social Media Teams. Dazu gehört natürlich auch das Tracking der Branche für mögliche Trends. Tools die dabei helfen können sind zum Beispiel Tableau (Stichwort Big Data & Business Intelligence) und Rival IQ.

5. Erweitere dein Netzwerk

Gerade im Social Media Umfeld ist es wichtig, neben den Unternehmensauftritten auch die eigenen Social Media Kanäle zu pflegen. Es geht um den persönlichen Kontakt: Kunden möchten mit Personen, nicht mit Marken kommunizieren. Allein ein Profilbild der eigenen Person oder eines mit Personen die die Social Networks betreuen, sorgt für ein höheres Engagement. Ebenso dienen die eigenen, gepflegten Social Media Profile der Reputation. Ein Social Media Manager der selbst kaum Kontakte auf XING hat, auf Facebook ein öffentliches Posting von Weihnachten 2010 und auf Twitter drei Tweets geschrieben hat, wirkt nicht gerade professionell. (Eigene Meinung) So gilt es also das Netzwerk zu erweitern, aber nicht durch 08/15-Kontaktanfragen, am besten noch ohne Nachricht, sondern nach Networking Veranstaltungen. Wichtig ist dabei dann auch, dass man sein Netzwerk pflegt, zum Geburtstag gratuliert, zu einem neuen Job oder man sich interessante Inhalte/Artikel zuspielt. Dies zahlt alles auf das „Reputationskonto“ ein und kann dann auch für die Verbreitung z.B. eines neuen Blogartikels genutzt werden, was dem Unternehmen auch wiederrum hilft.

6. Erzähle Best Practice Cases deiner Kunden und Partner

Zum einen für die eigene gute Arbeit, zum anderen als Wertschätzung dem Kunden sowie Partner und Lieferanten gegenüber, sollte man Best Practice Cases und Fallstudien entwickeln. Nach wie vor sind auch Whitepaper ein sehr gefragtes Marketingmittel, welche es erst gegen die Kontaktdaten zur Generierung von Leads gibt. Diese passen natürlich auch wieder sehr gut zu Punkt 2 und einem gepflegten Redaktionsplan.

7. Kümmere dich um die Kundenzufriedenheit

Hat dein Unternehmen ein Service-Team? Wenn nicht, noch mehr Arbeit für die Social Media Manager, aber auch wenn ein Service-Team vorhanden ist, sollte dies auch Zugang zu den Social Medias des Unternehmens haben, um schnell auf Kundenanfragen/Beschwerden reagieren zu können. Dafür sollten verschiedene Aufgabengebiete oder Netzwerke aufgeteilt werden. Noch einfacher funktioniert es mit Hootsuite, hier lassen sich zum Beispiel regionale Suchen oder verschiedene Sprachen, sowie diverse Produktsuchen anlegen, mit dem Service-Team teilen. Auch ist es möglich Anfragen gezielt an die zuständigen Personen weiterzuleiten. Denn, die eigenen Fans/Kunden glücklich zu machen, sollte deine höchste Priorität haben.

8. Prüfe Emails nicht direkt zum Tagesbeginnsocial-media-management-checklist-daily

Noch ein Tipp zum Thema Produktivitätssteigerung: Prüfe deine Emails nicht gleich zum Arbeitsbeginn, sondern erstelle dir zunächst eine Tages-To-Do-Liste. Oftmals verliert man sich ansonsten zu schnell in Newslettern und Co. Hier kann zum Abarbeiten von Emailbergen die Eisenhower-Methode hilfreich sein. 

Weiterführende Artikel zum Thema Social Media Management

Hast du selbst noch einen Tipp, oder was gehört zu deiner täglichen Social Media Arbeit? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Falls du weitere Tipps, Informationen und Artikel wie diesen erhalten möchtest, dann könnte dich unser Social Media Coaching interessieren.

Bild-Quelle: Shutterstock

Über den Autor 

Lars Kroll arbeitete als Projektmanager Online Marketing und Social Media beim SocialMedia Institute (SMI). Nebenbei absolvierte er seinen Master in Wirtschaftspsychologie, Leadership und Management; Fachrichtung Werbe- und Marketingpsychologie. Mehr findet Ihr über ihn in diversen Social Networks.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Lars,

    diese Checkliste für das tägliche Social-Media-Management könnte bestimmt um zahlreiche Punkte erweitert werden, aber der Tag hat nur 24 Stunden 😉

    Beste Grüße

    Ralph

  2. Vielen Dank für diese Checkliste. Der Zusatztipp am Ende“ Prüfe deine Emails nicht gleich zum Arbeitsbeginn …“ wäre mir noch einen achten Punkt wert gewesen. Tatsächlich kann es immer wieder passieren, dass man sich sonst, gleich zu Arbeitsbeginn in seinen Newslettern, E-Mails und Kommentaren verliert und seine eigentlichen Tagesprioritäten nicht mehr schafft.

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