Digital Natives, Millenials, Generation Y, Generation Z – Studien

Digital Natives, Millenials, Generation Y, Generation Z oder wie man die „heutige aufwachsende Jugend“ noch bezeichnen möchte, wächst digitaler und vernetzer auf als alle Generationen davor. Das sich das Mediennutzungsverhalten hier massiv und fast monatlich verändert ist nichts neues mehr. Doch wie rasant das vonstattengeht, zeigt die aktuell erschienene JIM-Studie 2013 des mpfs sehr fundiert auf. Dazu hier die wichtigsten Key Facts und eine weitere Vorstellung einer qualitativen Untersuchung der Generation 20 von Ele Jansen in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg.

Ps: Eine Übersicht aller wichtigen Social Media und Online Marketing Studien findet sich hier.

JIM-Studie 2013

Mit der JIM-Studie untersucht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) jährlich mit einer Basisuntersuchung den Medienumgang rund um Jugend, Informationen und (Multi-) Media der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Thomas Rathgeb vom (LFK) stellte auf der 26. Social Media Night Stuttgart letztes Jahr die Studie von 2012 vor:

Vergleicht man diese Zahlen mit den diesjährigen, kann man bereits in diesem Zeitraum einige Veränderungen erkennen..

Im Bereich der Medienausstattung:

Gegenüber der JIM-Studie 2012 zeigt sich vor allem ein hoher Anstieg beim Besitz eines Tablet-PCs, der sich binnen eines Jahres fast verdoppelt hat. Eine deutliche Steigerungsra- te zeigt sich auch beim Smartphone mit einem Anstieg von 63 auf nunmehr 81 Prozent der Haushalte.

Medienbeschäftigung in der Freizeit:

Medienbeschäftigung der Jugendlichen in der Freizeit 2013

Im Bereich der Wichtigkeit der Medien:

  • Top 3: 1. Musik hören, 2. Internet nutzen, 3. Handy nutzen
  • Merkliche Änderungen im Vergleich zu 2012 nur bei Fernsehen (-) und beim Lesen von Tageszeitungen (-)
  • Die Jugendlichen geben monatlich im Schnitt (Bereinigt um die Jugendlichen die überhaupt kein Geld für diese Medien ausgeben) 26€ für Konzerte, Spiele 23€, Handy 15€ (Apps 6€), 12€ für Kino, sowie Musikdownloads 9€ aus.

Entwicklung der täglichen Onlinenutzung 2006-2013

Entwicklung Online-Nutzung 2006-2013

 

Medienpraxis

Bei der diesjährigen Befragung wurde erstmal ermittelt, wie affin die Jugend im Bereich der eigenen Erstellung von Medieninhalten ist. Dank der immer größeren Verbreitung und einfachen Bedienung der Mediengeräte führt dies bei den 12-19-Jährigen zu eigenen Produktion von z.B. Videofilmen (49%), Gestaltung von (Schüler-) Zeitungen (29%), Homepage (36%) und Radiobeiträgen (7%).

Im Bereich der non-medialen Freizeitaktivitäten:

Auch sehr spannend zu beachten sind Aktivitäten, die besides der digitalen Medien ausgeübt werden. So Ist mit 83% das „Treffen mit Freunden“ und direkt gefolgt von Mädchen 68% und Jungs 77% der Sport neben 27% „Unternehmungen mit der Familie“ unter den Top 3-Aktivitäten.

Weitere Statistiken

Die Studie enthält neben diesen auch weitere Statistiken im Bereich der Radio- und Fernsehnutzung (auch im Hinblick auf Second-Screen-Nutzung), sowie im Bereich „Bücher und Lesen“, Online-Communties. Diese kommulierten Grafiken inklusive detailierter Aufschlüsselung zwischen Mädchen und Jungs, als auch konkreten Zahlen zu Devices und weiteren Details der Nutzung.

Die ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse finden sich in der kostenlose PDF-Broschüre der JIM-Studie 2013.

Generation 20+

Eine weitere interessante qualitative Erhebung von Ela Jansen in Kooperation mit der Filmakademie BW trägt den Titel „Generation 20+“. Hier wurden neun Probanden in ihrer Nutzung digitaler vs. analoger Technologien über zwei Tage verfolgt und mussten ihr Medienverhalten selbst reflektieren und in einem Tagebuch festhalten. Dadurch kamen sehr persönliche Ergebnisse zutage. Aufgrund der qualitativen Erhebung und verschiedenen Probanden, sind die Ergebnisse nicht representativ, zum Beispiel besaßen nur 8 der 9 Probanden ein Tablet bzw. Smartphone (im Vergleich zur JIM-Studie keine 100%)..

Aufgrund des komplexen Untersuchungsdesign, empfiehlt es sich dediziert die Studie zu betrachten. Speziell Seite 47 Conclusion, Lessons Learnd und Outlook.

Die vollständige PDF auf Englisch ist hier erhältlich. Speziell die Mobile-Nutzung nimmt einen großen Teil der Studie ein, der Mobile Business Club hat dies genauer betrachtet.

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