Facebook’s (geheimer) Spam-Ordner

..geht es Dir manchmal auch so, Du wartest und wartest auf eine Facebook-Nachricht, meist von einer Person die (noch) nicht in den eigenen Kontakten ist, aber es kommt einfach keine Antwort? Ja? Nein!

-> In beiden Fällen solltest Du weiterlesen.

Facebook hat hier eine Art „Spam-Ordner“ angelegt, um zu vermeiden, dass der Posteingang vor lauter Werbung von Nicht-Kontakten überläuft. Das Problem ist das Facebook mit seinem Spamfilter, die Regeln kenn auch wir nicht, genau diese Nachrichten aussortiert und in einen Ordner „Sonstiges“ schiebt. Diesen Ordner erscheint nach einem Klick auf „Nachrichten„. Facebooks Pendant zu dem altbekannten Spam-Ordner.

Bild des Facebook Spam-Ordners

Hier lohnt es sich ab und an ein Blick rein zu werfen, denn nicht alle Nachrichten im Ordner „Sonstiges“ sind auch wirklich so unwichtig wie sie für Facebook scheinen..

Nachts im Museum mit dem Social Media Club Stuttgart

Social Media Club Stuttgart - Social Media Night - Twitterwall

Die 15. Social Media Night des Social Media Club Stuttgart
Das Mercedes-Benz Museum – Mekka für schwäbischen Erfindergeist und rasante Pferdestärken. Hier staunt man über die beeindruckende Entwicklung vom ersten Prototypen bis zum heutigen Geschoss mit Flügeltür. Einmal im Monat bildet sich auch nach den regulären Öffnungszeiten eine große Warteschlange vor den Pforten des Cannstatter Museums.

Social Media Night im Mercedes-Benz MuseumAm ersten Mittwoch jeden Monates findet die Social Media Night in den futuristischen Hallen des Museums statt. Zahlreiche Interessenten und Experten aus der Umgebung haben sich hier zu später Stunde versammelt. Zu den Social Media Nights werden Redner aus verschiedensten Branchen eingeladen, die ihre Best-Practise-Erfahrungen aus den Social Web zum Besten geben. Hierbei stellen sie die Tätigkeiten ihres Unternehmens in den verschiedenen Social Networks wie Twitter, Facebook und Co. vor und teilen ihre Erfahrungen mit den Besuchern.

In offenen Diskussionen werden Meinungen, Ideen und Kontakte ausgetauscht. Die Tickets, die über Xing und Facebook erworben werden können, werden zu Beginn im Foyer des Museums eingescannt und jeder Besucher wird mit einem eigenen Namensschild ausgestattet. Über eine Treppe gelangt man in den unteren Teil des Museums, wo man umgeben von futuristischer Architektur und nostalgischen Autos den Vorträgen lauschen kann. Das Kernstück der Präsentationsfläche bildet die rießige Twitterwall, über die man live während der Vorträge Kommentare und Beiträge posten kann. Hierbei entstehen oft digitale Diskussionen zum präsentierten Thema, wobei aber auch Smalltalk und der ein oder andere Shitstorm schon seinen Weg auf die Fläche gefunden haben. Mehr Interaktivität geht nicht.

Der Veranstalter, Markus Besch, eröffnet jede Veranstaltung. Die Redner werden kurz vorgestellt, die nächsten wichtigen Termine genannt und anschließend folgt der erste Vortag. Wie man Veranstalter der Social Media Night wird hat Herr Besch uns erzählt:

„Ich hatte schon immer eine sehr große Affinität zu den sozialen Netzwerken und inzwischen sind es schon mehr als acht Jahre, in denen im mich beruflich mit dem Thema beschäftige. Inzwischen bin ich CEO des Social Media Institute und die Social Networks sind inzwischen für die Masse relevant und unabdinglich geworden. Mit der Veranstaltung der Social Media Night will ich eine Möglichkeit schaffen, um sich über diesen rasant gewachsenen Markt auszutauschen und in Diskussionen neue Impulse zu finden.“ Der Umgang mit Sozialen Netzwerken kann man nicht von heute auf morgen lernen. „Das Social Web hat sich so schnell entwickelt und verändert sich auch weiterhin rasend schnell. Was heute richtig ist, kann morgen schon völlig falsch sein. Deshalb ist es so wichtig Erfahrungen auszutauschen und zusammen über Themen zu diskutieren.“ erklärt Herr Besch. Zustimmung bekommt der Veranstalter in diesem Punkt von vielen Social Media Spezialisten. Einige skandieren, dass die Social Media Party vorbei sei. Was die Zukunft bringt, ist noch ungewiss, in einem Punkt ist sich Herr Besch aber sicher: „Ich bin froh, wenn dieser Social Media Hype endlich vorbei ist und sich alle vernünftig an die Arbeit machen.“

Egal ob Weltunternehmen oder kleiner Sportverein, zurzeit probieren sich alle im Social Web aus. Doch schnell sind die User von den austauschbaren Posts gelangweilt. Das Medium braucht Mehrwert und das ist viel Arbeit. Die Zeiten an denen ein Praktikant nebenbei alle Social Media Aktivitäten eines Unternehmens verwaltet hat, sind längst vorbei.

Social Media Club Stuttgart - Social Media Night - TwitterwallAuch der erste Vortrag ist zu Ende, im Anschluss wird über Crowdfunding referiert. Es ist unglaublich spannend zu sehen, was die Masse bewegen kann. Filmprojekte, die seit Jahren auf der Suche nach Investoren sind, werden hier innerhalb von wenigen Stunden finanziert. Die Idee klingt einfach, doch muss die Ausführung wohl überlegt und gut geplant sein. Auf der Twitterwall überschlagen sich die Tweets und streuen neue Erkennstnisse ins Social Web. Dennoch steht der digitale Austausch nicht im Zentrum, nach den Vorträgen wird bei Snacks und einem Getränk weiterdiskutiert.

In welche Richtung sich Social Media weiterentwickelt, weiß niemand genau, auf den Social Media Nights bündeln sich jedoch die Beobachtungen aus dem Web. Wie wichtig das ist zeigt, dass die Tickets für jede Veransteltung innerhalb von wenigen Tagen ausverkauft sind.

Auch zu dieser Social Media Night gibt es einen „modernen Zeitungsartikel“ der Stuttgarter Zeitung Online als Storify.

15. Storify der Stuttgarter Zeitung Online

Zur Anmeldung für die nächste Social Media Night gehts hier entlang.

Mehr Informationen über die Social Media Night und den Social Media Club Stuttgart gibt es im Web unter SMCST.de und in den Social Networks. Vielen Dank an das Medien-Team der Akademie der Media.

Einbruch der Visits deutscher Social Networks vs. Platzhirsch XING

Visits deutscher Social Networks 2011-2012

Einbruch der Visits deutscher Social Networks vs. Platzhirsch XING

Schon lange werden die VZ-Netzwerke als erstes genannt wenn es um die Entwicklung von Social Networks in Deutschland geht. Das diese aber nicht als positive Beispiele gelten ist mittlerweile allen klar. Nun hat die Statista Zahlen der IWV veröffentlicht, welche den dramatischen Zustand auch anderer deutscher Social Networks aufzeigen.

Visits deutscher Social Networks 2011-2012

Datenquelle

So verlieren die „VZ-Netzwerke“ -77% im Vergleich zum Vorjahr. Betroffen sind aber auch „wer-kennt-wen.de“ mit einer Veränderung um -54,4% von 2011 bis 2012. Auch die „Lokalisten.de“ müssen mit einem Einbruch der Visits im Vergleich zum vergangenen Jahr von -53,2% kämpfen.

Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten in der deutschen Social Media Branche: Die größte deutsche Business Plattform XING kann im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 0,8% bei der Entwicklung der Visits in Millionen verzeichnen.

Dies mag zum einen daran liegen, dass durch einen immer größeren Mangel an Fachkräften neue Wege im Recruiting gegangen werden müssen. Dank einer ausgefeilten Suchfunktion eignet sich XING perfekt zur Mitarbeitergewinnung. Eine weitere Stärke von XING ist die Konzentration auf den deutschsprachigen Raum, in welchem sich LinkedIn, Aufgrund der Internationalität und Facebook, zumindest im B2B-Bereich, (noch) nicht durchsetzen konnten.

Es bleibt abzuwarten welche Ideen und Funktionen als nächstes veröffentlicht werden. So gibt es Gerüchte, dass Facebook an seiner eignen Job Search arbeitet. Einen Überblick der neusten Entwicklungen bei XING findet man dort unter Beta Labs.

Kündigung einer Schwangeren wegen eines Facebook-Posts

Kündigung einer Schwangeren wegen eines Facebook-Posts

In letzter Zeit hat ein negativer Facebook-Post einer schwangeren Frau die Verwaltungsgerichte in Bayern beschäftigt:

Folgendes hatte die Schwangere auf ihrem privaten Facebook-Account über einen Kunden ihres Arbeitgebers, bei dem sie zugleich Privatkundin war, gepostet:

„Boah kotzen die mich an von 02, da sperren sie einfach das Handy, obwohl schon man schon bezahlt hat … und dann behaupten die es wären keine Zahlungen da. Solche Penner … Naja ab nächsten Monat habe ich einen neuen Anbieter …“

Daraufhin wollte der Arbeitgeber, ein Sicherheitsunternehmen, das Arbeitsverhältnis mit der Schwangeren fristlos kündigen und stellte bei der zuständigen Behörde den aufgrund der Schwangerschaft nach dem Mutterschutzgesetz erforderlichen Antrag auf Zulässigerklärung der Kündigung. Das Sicherheitsunternehmen begründete seinen Antrag im Wesentlichen damit, dass die Schwangere, die als Sicherheitsmitarbeiterin für ein Kundenobjekt „O2 telefonica“ zuständig sei, die besagte Aussage öffentlich über Facebook verbreitet habe. O2 habe dem Sicherheitsunternehmen mitgeteilt, wer so über ein Unternehmen denke, könne dieses gegenüber Kunden und Angestellten nicht repräsentieren. Einem weiteren Einsatz der klagenden Arbeitnehmerin werde deshalb nicht zugestimmt.

Die Behörde kam dem Antrag nach und ließ die Kündigung ausnahmsweise zu, da die schwangere Frau durch die in Facebook getätigten Äußerungen über die Firma O2 telefonica, in so schwerwiegender Weise gegen die Treuepflicht gegenüber ihrem Arbeitgeber sowie gegen die Betriebsdisziplin verstoßen, dass eine weitere Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zumutbar erscheine. Das zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer notwendige Vertrauensverhältnis sei durch ihr Verhalten nachhaltig zerstört. Auch eine Weiterbeschäftigung bei einem anderen Kunden sei dem Arbeitgeber nicht zumutbar.

Die Schwangere hat sich gegen diesen behördlichen Bescheid gewendet und begehrte Prozesskostenhilfe und Anwaltsbeiordnung für ihre Klage.

Nachdem zunächst das Verwaltungsgericht Ansbach den Prozesskostenhilfeantrag abgelehnt hat, hatte die dagegen gerichtete Beschwerde der schwangeren Frau Erfolg.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat diese Entscheidung nun geändert und der klagenden Arbeitnehmerin Prozesskostenhilfe gewährt. Zur Begründung wurde Folgendes angeführt:

Die Klage gegen die Zulassung der Kündigung habe hinreichende Erfolgsaussichten. Denn eine ausnahmsweise Kündigung während der Schwangerschaft setze besonders schwere Verstöße der Schwangeren gegen ihre arbeitsvertragliche Pflichten voraus. Diese müssten dazu führen, dass dem Arbeitgeber die Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses schlechthin unzumutbar werde. All diese Voraussetzungen seien jedoch mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt, weil die Äußerungen der Schwangeren unter Berücksichtigung von Anlass (private Vertragsbeziehung der Schwangeren mit dem Telefonanbieter) und Kontext der Äußerung (privater Facebook-Account der Schwangeren) keine Schmähkritik darstelle, sondern die Äußerung – trotz ihres rüden Tons – wohl noch vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt gewesen sei. Zudem sei zu unterscheiden, ob die Äußerung über den „öffentlichen“ oder über den so genannten „privaten“ Bereich bei Facebook nur im Freundeskreis erfolgt sei. Handelt es sich um eine vertrauliche Kommunikation nur mit Internetfreunden, dürften Arbeitnehmer – wie bei vertraulichen Gesprächen mit Freunden – regelmäßig darauf vertrauen, dass die Äußerungen nicht nach außen getragen werden.(1)

Social Media Guidelines

Dieser Praxisfall verdeutlicht die Notwendigkeit von Social Media Guidelines in einem Unternehmen. Social Media Guidelines sind unternehmensinterne Richtlinien, die den Mitarbeitern Vorgaben machen und Handlungsempfehlungen geben im Umgang mit dem Internet und den Sozialen Medien. Vielen Mitarbeitern sind in Internetportalen oder anderen Kommunikationskanälen des Internets sowohl geschäftlich als auch privat unterwegs, ohne dass ihnen mögliche Folgen bewusst sind. Deshalb ist es erforderlich, durch Social Media Guidelines über die Gefahren des Internets aufzuklären und ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen. Neben Verhaltensgrundsätze gegenüber Kollegen, Kunden und Wettbewerbern sollten Themen wie Datenschutz, urheberrechtliche Aspekte und Sicherheitsrisiken durch Malware thematisiert werden. Eine klare Festlegung von verbindlichen Guidelines erleichtert auch die arbeitsrechtliche Sanktionierung von Verstößen. Sollten Sie hierbei professionelle Unterstützung benötigen, helfen wir Ihnen hier gerne weiter.

Gastbeitrag von: Alja Schmitz von der Firma Alber Buchmann Stefan Rechtsanwälte // Facebook

(1) Quelle: Urteil des Bayrischen Verwaltungsgerichtshof vom 29.02.2012 (Az. 12 C 12.264); Pressemitteilung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 06.03.2012

Social Commerce oder ein Pinterest Märchen

Ryan's Pinterest Profil

Social Commerce oder ein Pinterest Märchen

Vor einigen Monaten stöberte ich mit ein paar Freunden während eines Seminars auf der Seite des neuen Social Media Lieblings Pinterest umher. Wir entdeckten eine temperamentvolle junge Dame (nennen wir sie Tina), die voller Begeisterung im Planungsprozess ihrer Hochzeit war. Sie beschrieb mit Beispielen, wie man mit der Plattform Pinterest umgeht und sich mit dessen Hilfe „Hochzeits-Accessoires“ zusammen sucht. Als sie die Geschichte zu Ende erzählt hatte, hörte es sich so an das Pinterest eine monumentale Rolle bei der Vorbereitung ihrer Hochzeit spielte und dabei half, ihre Hochzeit in die „Prinzessin-Veranstaltung“ zu verwandeln, von der sie schon als Kind geträumt hatte.

Entdeckung fördern & Nachfrage schaffen

Das interessante an obiger Geschichte ist, dass Tina ihre Entdeckungen und den Content für die Hochzeitsplanung größtenteils über Pinterest bezog. Sie führte nicht eine Google Suche nach der anderen durch, sondern nutze zusätzlich ihre Facebook-Kontakte und wechselte zwischen verschiedenen, auf Hochzeiten spezialisierten Lesezeichen. Ihr Research fand hauptsächlich innerhalb Pinterest statt. So baute sie sich mit der Hilfe von Pinterest ihre Märchenhochzeit zusammen.
Durch das sammeln von Produktinformationen entwickeln sich Websites wie Pinterest rasant zu virtuellen Pinnwänden und gewinnbringenden Plattformen. Wenn den Leuten gefällt was sie sehen, können diese direkt und nur mit „1-Click“ auf die Seite des Herstellers gelangen und den Artikel bestellen.
Einigen Berichten zufolge bringt Pinterest momentan mehr Traffic auf andere Seiten als YouTube, Google+ und LinkedIn zusammen. Niraj Shah, CEO von Wayfair, behauptet sogar, dass Kunden die über die Seiten von Pinterest auf ihren Shop kommen, eine 70 % höhere Bereitschaft haben Geld auszugeben, als Kunden welche über andere Social Media Networks kommen.
Pinterest hat es schneller als alle anderen Seiten in der Geschichte auf 10 Millionen User geschafft und hat die virtuelle Pinnwand neu definiert. Allerdings sind Kategorie spezifische „Pinterest Klone“ wie StylePin und Curisma daran interessiert, Pinterest so schnell wie möglich Marktanteile abzunehmen.

Ausblick

Pinterest hat eindeutig das Potenzial ein „Social Commerce-Schwergewicht“ in Kategorien wie Mode, Essen, Hochzeitsplanung, etc. zu werden.
Wir werden genau beobachten wie sich das Pinterest-Märchen entwickelt und die Bewertung in die Milliarden geht..

Über den Autor

Ryan Mac Jones
Pinterest: ryanmacjones
Skype & Twitter: ryanmacjones
Blog: www.m-cause.com
Original (Englisch): www.m-cause.com/a-pinterest-fairy-tale

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